Aussaat

Um die Aussaat zu erleichtern, empfehlen wir die Verwendung von Füllstoff.
Die günstigsten Monate sind Februar bis Mai und August bis September. Den schnellsten Erfolg bringt der Spätsommer, bei mildem Klima bis Anfang Oktober, da die Samen bei den großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht schneller keimen. Auch wegen der Kaltkeimer (s. Einzelsaaten S. 20-42) ist eine Aussaat im Herbst empfehlenswert, da diese eine Frostperiode vor dem Keimen benötigen; sonst erscheinen sie erst im darauf folgenden Jahr.

Die sehr feinen Wildpflanzensamen brauchen optimalen Bodenkontakt, deshalb muss die Fläche sorgfältig vorbereitet werden, am besten wie für eine Neuanlage von Rasen. Viele Samen brauchen zur Keimung Licht und dürfen deshalb nicht mit Erde bedeckt werden. Leichtes Eindrücken in die Erde ist ideal.

Nach dem Auflaufen der Saat muss auf der Fläche 3 bis 4 Wochen genügend Feuchtigkeit vorhanden sein. In jedem Boden befindet sich eine große Zahl keimfähige Samen aller Art. Daher sollte man regelmäßig auf unerwünschte Pflanzen kontrollieren und diese wenn nötig mechanisch entfernen. Bei größeren Flächen empfehlen wir einen Schröpfschnitt in 10 cm Höhe, wenn nötig wiederholt.

 

Pflege

Später beschränkt sich der Pflegeaufwand auf ein- bis zweimaliges Mähen pro Jahr. Der erste Schnitt erfolgt Ende Mai bis Mitte Juni, der zweite gegebenenfalls etwa Mitte Oktober. Bei lückigem Bestand oder geringem Aufwuchs kann der Schnitt statt im Frühjahr nur im Herbst erfolgen.

Die Schnitthöhe sollte 10 cm nicht unterschreiten (Sense, Balkenmäher). Um Fäulnisbildung zu vermeiden, sollte das Mähgut besonders bei größeren Mengen oder feuchtem Wetter von der Fläche entfernt werden.

Einmaliges Mähen fördert das Aussamen und stabilisiert dadurch den Bestand. Außerdem werden Schmetterlingsraupen und andere Insekten weniger gestört. Dafür ist es auch ratsam, nicht die ganze Fläche auf ein Mal zu mähen.

Die Fläche sollte auf keinen Fall gedüngt werden.

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